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Son Of Dave ist der unumstrittene König der Ein-Mann-Bands. Das Enfant Terrible der vollakustischen Solo-Instrumentierung und alleskönnender Tausendsassa in Sachen musikalischer Alleinunterhaltung.
Seit nunmehr 22 Jahren ist Benjamin Darvill, wie Son Of Dave mit bĂŒrgerlichem Namen heiĂt, bereits im MusikgeschĂ€ft aktiv, von denen er die letzten 144 Monate unentwegt sĂ€mtliche BĂŒhnen des Planeten bespielt hat. Er spielte mit Supergrass auf deren letzter UK Tour, trat fĂŒr ein Millionenpublikum in der BBC 2-Show âLater with Jools Hollandâ auf, inspirierte KT Tunstall zu ihrer Solo Show und Grace Jones fragte ihn nach seiner Telefonnummer
Als Teil der kanadischen Band Crash Test Dummies tourte er weltweit 12 Jahre lang. Und mit dem dritten Album unter seinem Son Of Dave-Alter Ego macht er sich nun auf, die schweren BĂŒrden der Vergangenheit abzustreifen und im akustischen Superhelden-KostĂŒm computergenerierter Konservenmusik und ĂŒberbewerteten Möchtegern-Stars aus der Casting-Show-Retorte gehörig den Marsch zu blasen.
Was dereinst mit simplem Mundharmonika-Melodien, Beatboxing, FuĂgestampfe und einem Tamborin begann, wurde auf seinem aktuellen Longplayer nochmal um einige spielerische Facetten erweitert. So haben auf â03â zusĂ€tzlich Gitarre, Piano, Orgel und ein gezupftes Cello Einzug erhalten, um dem auf Solopfaden erzeugten Klanguniversum einen frischen Anstrich zu verpassen.
Thematisch dreht sich alles um die bewĂ€hrte Themenpalette einsamer mĂ€nnlicher Berufsmusiker, sprich: Frauen, Alkohol und SchlĂ€gereien. Ab und an wird sogar mal eine sozialkritische Auseinandersetzung mit den Verlockungen der westlichen Konsumwelt gesucht. Doch Son Of Dave ist kein Prediger. Er ist Vollblutmusiker, was nicht zuletzt an seiner triumphalen Interpretation des War-Klassikers âLow Riderâ deutlich wird.
Ein Journalist behauptet von Son Of Dave, mit seinen Songs den Blues ins 21. Jahrhundert zu transferieren, und zwar aufheulend und lebendig.Das Stool Pigeon Magazine hat ihn hingegen zum munteren Ein-Mann-Festival erklĂ€rt, wĂ€hrend der Guardian Guide seine Musik irgendwo zwischen Tom Waits und John Lee Hooker einordnet, nachdem sie volltrunken mit Killa Kela um die HĂ€user gezogen sind. Wie so oft, liegt die Wahrheit wohl irgendwo dazwischen, ob man seine StĂŒcke nun zum bestmöglichen Soundtrack eines noch nicht gedrehten David Lynch-Movies erklĂ€rt (iDJ) oder schlicht und ergreifend ĂŒber die Sangeskunst von Beck stellt (Uncut).
Unbestreitbare Tatsache ist jedoch, dass Son Of Dave mit seinem Instrumentarium weitrĂ€umigere Soundwelten erzeugt hat als so manches Big-Band-Orchester und mit der alten Eltern-Floskel âOld times were good timesâ am 03. MĂ€rz ein vielversprechender Vorbote auf die erwartungsfrohe Menschheit losgelassen wird, das einen wunderschönen Vorgeschmack auf das anstehende â03â-Album bietet.
Wie heiĂt es doch auf dem Inlay der CD so schön: âA bolt of Blues, a flash of funk, and a most unusual set of circumstances gave birth to the king of the one-man-bands...Son Of Dave!â
Word.
â03â sees the return of Alex McGowan (The Future Shape Of Sound, worked with Tricky, Stewart Copeland, Josh Homme) on co-production duties alongside Benjamin as well as producer duo Bacon & Quarmby (Richard Hawley, King Creosote, Finlay Quaye, David Bowie). Artwork for the album was created by Le Gun illustrator Chris Bianchi, an action shot of our 21st Century blues hero.
âA force of nature.â DAZED & CONFUSED
âSon Of Dave is fit for any David Lynch movie.â iDJ
âMakes even Beck seem unconventional.â UNCUT
"Tom Waits meets John Lee Hooker on a night out with Killa Kella"
THE GUARDIAN GUIDE
(Quelle: Sven-Erik Stephan, Beatsinternational, 2008) FORMAT: CD
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