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CD-DETAILS RAZORLIGHT [RAZORLIGHT]

Razorlight

Razorlight [Pop]


RELEASE: 18.08.2006


LABEL: Mercury

VERTRIEB: Universal

WEBSITE: www.razorlight.co.uk

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Es gibt massenhaft Dinge, die man an dieser Platte lieben kann... die Länge, den Sound, die Simplizität, die Gradlinigkeit und Härte und natürlich die Songs. Lautete die Aufgabe, das beste Gitarren-Album seit `Definitely Maybe´ abzuliefern, dann ist sie hiermit locker erfüllt.“ 5/5 – Q Magazine

„Es ist nicht gerade eine leichte Aufgabe, aus seinem Jugendzimmer herauszuwachsen und dabei seine Glaubwürdigkeit zu bewahren – aber dieses Quartett hat es vollbracht! Wunderschön, überdimensional und unverschämt sentimental.“ 4/5 – OMM

„Mächtig und bejahend, doch zugleich raffiniert und verwundbar. Dieses Album ist ein entscheidender Moment für Razorlight – hier kann man miterleben, wie sie mit einem ganz großen Album in die erste Liga aufsteigen!“ Clash Magazine


Bereits vor zwei Jahren haben Razorlight mit ihrem millionenfach verkauften Debütalbum „Up All Night“ bewiesen, dass sie nicht nur in der Presse wie eine Bombe einschlagen, sondern auch dem letzten Hans und Franz eine Lektion in Sachen Talent und Ambition erteilen können. Sie übertrafen sämtliche Erwartungen und nahmen damit den ewigen Zweiflern den Wind aus den Segeln. Mit ihrem gleichnamigen Nachfolgealbum, das in Kürze erscheint, haben sich Johnny, Andy, Björn und Carl nunmehr jedoch noch höhere Ziele gesetzt. Sie haben sich auf ein Neues zusammengerauft, und man hört förmlich, wie sie inzwischen zu einer unschlagbaren Einheit zusammengewachsen sind. „Razorlight“ ist eine brillante Rückkehr auf die Center Stage!

Das vom Superstar-Produzenten Chris Thomas (The Beatles, Pink Floyd, Roxy Music, The Pretenders, Pulp) aufgenommene Album ist die Fortsetzung derjenigen Reise, die bereits mit ihrem Debüt begonnen hatte. Stücke wie „Before I Fall To Pieces“ oder auch die erste Single „In The Morning“ bilden dabei eine klangliche Brücke zum Vorgänger. Während „Who Needs Love?“ wie ein Cousin des Hits „Vice“ wirkt, ist die Entwicklung der Band, ist ihr weiterentwickeltes Songwriting in zukünftigen Klassikern wie „America“, „I Can’t Stop This Feeling I’ve Got“ und „Los Angeles Waltz“ besonders offensichtlich.

Anders noch als beim Debüt, handelt es sich bei „Razorlight“ um ein absolutes Gemeinschaftsprojekt. Mit Andy Burrows hat die Band nämlich nicht nur ein neues Mitglied zu verzeichnen, sondern auch einen Schlagzeuger gefunden, der im Handumdrehen zum Dreh- und Angelpunkt der Band wurde und sogleich eine Reihe der neuen Songs mitgeschrieben hat. Auch der Gitarrist Björn Ågren und sein schwedischer Landsmann Carl Dalemo haben auf dieser LP deutliche Spuren hinterlassen: Ågrens Song-Ideen bzw. seine Klavier- und Keyboard-Einlagen erweitern das Klangspektrum der Band um einen Aspekt, der Björns liebevoll-bedachte Persönlichkeit widerspiegelt. „Dynamo-Dalemo“, wie man ihn freundschaftlich nennt, lebt währenddessen seinen Hang zu schizophrenen Spielereien in der Rhythmus-Sektion aus: Sein unaufhörlich treibendes Bassspiel schaltet nahtlos von Punk zu Funk und zurück und lässt dabei kein Auge trocken.

Die Größe dieser Band ist auf der Bühne am offensichtlichsten. Schafft man es, seinen Blick von Frontmann Borrell zu lösen, ist es ein unfassbares Allround-Erlebnis, die Razorlight-Mitglieder in Aktion zu sehen. Hier sind sie fast schon mit Top-Athleten zu vergleichen, die gerade zu Höchstform auflaufen. Diese Energie wird bereits beim Album-Opener „In The Morning“ ersichtlich: Das Stück wurde ursprünglich im Auftrag von Hedi Slimane als Hintergrundmusik für eine Dior Homme-Modenschau, die im vergangenen Sommer in Paris stattfand, geschrieben. Anfänglich ein 22-minütiger Rhythmus-Marathon, wurde der Band jedoch schon bald klar, dass man die Urversion ideal zu einem mitreißenden 3,5-Minuten-Stück herunterkochen konnte. So wurde „In The Morning“ letztlich zu derjenigen ersten Single, die das Album mit einem Donnerschlag eröffnet.

„Who Needs Love?“ besticht mit dem Rock’n’roll-Flair der Fünfziger, wobei natürlich auch die süßlichen Harmonien nicht zu kurz kommen. Zynismus und Weltschmerz, die im Text dominieren, werden vom Doo-Wop-Swing der Melodie im Zaum gehalten und ins Gleichgewicht gebracht.

Der dritte Song, „Hold On“, war einer der letzten der zehn Songs, die ihren Weg aufs Album gefunden haben. Ein stampfender Motown-Groove bildet den idealen Kontrast zur „möglichen Übersingle“ und Song Nummer Vier, „America“. Dieser zweischneidige Lovesong verhandelt im Text die Höhen und Tiefen einer Affäre. In der Mitte des Albums überrascht dann „Before I Fall To Pieces“, ein von Borrell und Burrows komponiertes Stück. Wiederum treffen hier Gegensätze aufeinander: Die Sonnenscheinmelodie und die dadurch verbreitete positive Stimmung werden erneut von der textlichen Stimmung unterlaufen und schließlich regelrecht über den Haufen geworfen.

Laut Borrell ist das sechste Stück des Albums, „I Can’t Stop This Feeling I’ve Got“, derjenige „Up All Night“-Song des neuen Albums, auf den viele gewartet haben. Der Song sei das Herz des Albums. Die von Borrell und Gitarrist Björn Ågren geschriebene Nummer verbindet bissige Zeilen und überdimensionale Melodien zu einer einwandfreien Rock-Epiphanie.

„Pop Song 2006“ kommt als nächstes, und vielleicht sogar mit einer kleinen Verneigung vor dem großen Springsteen führt dieser Song direkt zur neuen Albumversion von „Kirby’s House“, demjenigen Stück, das ursprünglich auf dem „War Child“-Album vertreten war (und die meisten Downloads der hochkarätig besetzten Charity-Compilation verzeichnen konnte!) In neue Form und neues Tempo gebracht, präsentiert die Band den Wohltätigkeits-Song nun als postwendend anschlagendes Schlaflied. Der vorletzte Song des Albums ist treffend mit „Back To The Start“ betitelt – vielleicht handelt es sich dabei sogar um ein ironisches Statement, da sich der Song tatsächlich den Stücken des Vorgängers am deutlichsten annähert. Und schließlich geht dieser klangliche Rückgriff in den letzten Track des zweiten Razorlight-Albums über: „Los Angeles Waltz“. Der Abschiedssong des Albums ist auf eine ganz simple Art und Weise wunderschön. Es ist ein Song, der Vergangenes wachruft, die erste Sommerliebschaft noch einmal zum Leben erweckt; dazu handelt es sich bei den kalifornischen Psychedelia-Sounds um den ultimativen Melodieteppich, auf dem sich die epische Resonanz von Borrells Stimme gänzlich entfalten kann.

Da es sich bei Razorlight um eine Band aus gänzlich unterschiedlichen Individuen handelt, die selbstverständlich mit einem Riesenspektrum von Einflüssen aufgewachsen sind, war es letztlich absehbar, dass ihr zweites Album viel mehr als eine bloße Neuauflage des Vorgängers sein musste. Zwei Jahre nach ihrem Start mit einem inzwischen klassischen Debüt, haben Razorlight nun ein eindeutiges Statement gemacht.


Tracklisting:

1. In The Morning
2. Who Needs Love?
3. Hold On
4. America
5. Before I Fall To Pieces
6. I Can’t Stop This Feeling I’ve Got
7. Pop Song 2006
8. Kirby’s House
9. Back To The Start
10. Los Angeles Waltz

(Quelle: Universal Music Group)


FORMAT: CD Extra / Enhanced CD


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