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Belvedere [Jazz]
WEBSITE: www.beadybelle.com
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Mit ihrem vierten Album âBelvedereâ brechen Beady Belle in musikalisch sanftere und souligere Gefilde auf und Ăźberraschen einen dabei sogar mit gelegentlichen Abstechern nach Nashville und Gästen wie Jamie Cullum, sowie India.Arie. Von der nordischen KĂźhle, die anderen Protagonisten der norwegischen Nu-Jazz-Szene gerne attestiert wird, spĂźrt man auf âBelvedereâ jedenfalls nichts.
Neu ist auch, dass Sängerin Beate S. Lech und Bassist Marius Reksjø, die Beady Belle 1999 als Duo-Projekt starteten, den Schlagzeuger Erik Holm, der auch schon bei der Einspielung des letzten Albums âCloserâ mit von der Partie gewesen war, nun zum festen Mitglied der Band gemacht haben. Auf âBelvedereâ, das Beady Belle gemeinsam mit Anders Engen produzierte, werden auĂerdem erstmals zwei internationalen GrĂśĂen der Pop- und Jazzwelt als Gäste präsentiert: Jamie Cullum und India.Arie.
Zum souligen und gelegentlich entspannt funkigen Sound von âBelvedereâ haben nicht unmaĂgeblich auch zwei Saiteninstrumentalisten beigetragen: Anders Engen - den man bislang vornehmlich als Schlagzeuger (etwa von Bugge Wesseltoft New Conception Of Jazz) kannte - zeigt hier, dass er auch als Dobro- und Akustikgitarrist eine gute Figur abgibt, und Geir Sundstøl, der seit den späten 80er Jahren mit zahlreichen norwegischen Musikern zusammenspielte und auch schon an einem Projekt von Ex-Faith No More/ Mr. Bungle-Sänger Mike Patton mitwirkte, präsentiert sich hier besonders vielseitig an Lap-Steel-Gitarre, Banjo, Mandoline und Marxophone, einer bundlosen Zither. FĂźr ein paar Blues-Einlagen sorgt zudem noch der Mundharmonikaspieler Arne Rasmussen.
Zwei der absoluten Highlights des neuen Albums nahmen Beady Belle mit besonders hochkarätigen Gästen auf: Im bluesig-souligen âSelf-Fulfillingâ ist Beate S. Lech im Duett mit der exzellenten amerikanischen RhythmânâBlues- und Soul-Sängerin India.Arie zu hĂśren und in dem StĂźck âIntermission Musicâ mit dem britischen Jazz-Pop-Superstar Jamie Cullum. Cullum hatte Beady Belle schon bei einigen Gelegenheiten als eine seiner persĂśnlichen Lieblingsgruppen bezeichnet. Als er mit dem Programm seiner CD âCatching Talesâ auf Tournee ging, bat er die norwegischen Kollegen sogar, ihn im Vorprogramm zu begleiten.
Beate S. Lech und Marius Reksjø, die sich während ihres Musikstudiums in Oslo kennen lernten, arbeiteten schon einige Zeit zusammen, bevor sie sich den Namen Beady Belle zulegten. Beate war unter anderem Mitglied der Bands Insertcoin, Metropolitan und Folk & Røvere, aus der sie erst 1999 als Leadsängerin ausstieg, trat aber auch mit Bugge Wesseltoft, den Brazz Brothers und Jon Eberson auf. Auch Marius war vor Grßndung von Beady Belle Mitglied von Insertcoin gewesen und sammelte als Bassist Spielerfahrung an der Seite von Eivind Aarset, Bugge Wesseltoft, Jan Eggum und in der Bobby Hughes Experience.
1999 fragte Bugge Wesseltoft Beate Lech, ob sie nicht ein Soloalbum fĂźr sein noch junges Label Jazzland Recordings machen wolle. Er versprach ihr vollkommene kĂźnstlerische Freiheit. Und die wollte die junge KĂźnstlerin ausgiebig nutzen. Also nahm sie sich vor, ihr DebĂźtalbum im Alleingang zu machen: vom Schreiben der Songs und Texte Ăźber das Programmieren und Arrangieren bis hin zum Aufnehmen und Produzieren in ihrem eigenen Studio. Doch dann trat Marius Reksjø in Erscheinung. Beate spielte ihm irgendwann die bis dahin fertigen Aufnahmen vor und im Nu entspann sich zwischen den beiden ein fruchtbarer Gedankenaustausch, der dazu fĂźhrte, dass Marius in das noch unfertige musikalische Projekt involviert wurde. Die Arbeit wurde (wenn auch nicht strikt) aufgeteilt: Marius feilte vorwiegend an den Grooves und Rhythmen, während Beate sich vor allem auf die Melodien, Harmonien und Texte konzentrierte. Da die Arbeit in Beates Heimstudio stattfand, wählte man âHomeâ als Titel fĂźr das entstehende Album. Nur die Streicherpassagen, das Vibraphon und das Schlagzeug wurden später in Bugges Studio aufgenommen. Gut eineinhalb Jahre Arbeit steckten die beiden in das Projekt. Und als es endlich fertig war, hatte Beate Lech sich schon längst von dem Gedanken verabschiedet, es unter ihrem eigenen Namen herauszubringen. Zu sehr trug es auch die Handschrift ihres musikalischen Partners. So gaben sie dem Projekt den Namen Beady Belle.
Im Februar 2001 wurde das fertige Album âHomeâ in Norwegen verĂśffentlicht, ein paar Monate später - als Priorität! - in ganz Europa sowie in Japan, Kanada, Korea und Australien. Nicht nur die Kritiker Ăźberschlugen sich vor Begeisterung. Im Handumdrehen konnten Beady Belle unter scheuklappenlosen Pop-, Clubmusik- und Jazzfans eine eingeschworene HĂśrerschaft fĂźr sich gewinnen.
Mit der Arbeit an ihrem zweiten Album, das den schwer auszusprechenden Namen âCEWBEAGAPPICâ erhielt, begannen Beate und Marius im FrĂźhjahr 2002 (âCEWBEAGAPPICâ war ein âKĂźrzelâ und stand fĂźr eine Reihe von Gegensätzen: Complex + Easy, White + Black, Electronic + Acoustic, Groovy + Ambient, Played + Programmed, Improvised + Composed). Obwohl Beate und Marius auch diesmal fast alles selber machten, dauerte es nicht wieder anderthalb Jahre bis zur VerĂśffentlichung des Albums. Und wie schon der Vorgänger erntete auch âCEWBEAGAPPICâ trotz seines zungenbrecherischen Titels exzellente Rezensionen.
2005 erschien mit âCloserâ der dritte Streich des sich so hervorragend ergänzenden Gespanns Beady Belle. Aufgenommen wurde dieses Album in enger Kooperation mit Keyboarder Jørn Ăien und Schlagzeuger Erik Holm (die Beady Belle schon seit geraumer Zeit bei Live-Auftritten unterstĂźtzt hatten) und einigen Gastmusikern (u.a. Bugge Wesseltoft am Fender Rhodes). Die neuen Songs bestachen durch stilistischen und atmosphärischen Abwechslungsreichtum.
Seit der VerĂśffentlichung von âCloserâ sind nun drei Jahre verstrichen, die einige Veränderungen mit sich brachten. Beate S. Lech ist mittlerweile Mutter geworden, und diese neue Erfahrung, so behauptet sie zumindest, hat auch einen Einfluss auf die musikalische Ausrichtung des neuen Albums gehabt. Die Basistracks wurden in einem live-ähnlichen Umfeld in einem dänischen Tonstudio aufgenommen, was dem Album einen direkteren und natĂźrlicheren Klang verliehen hat. So warm und organisch wie auf âBelverdereâ haben Beady Belle bisher tatsächlich noch nie geklungen.
Musiker: Beate S. Lech - vocals / Marius Reksjø - bass / Erik Holm - drums & percussion / Anders Engen - dobro & acoustic guitars / Geir Sundstøl - lap steel guitar, banjo, mandolin & marxophone / Arne Rasmussen - harmonica
Special Guests:
India.Arie - vocals /
Jamie Cullum - vocals & piano
Songs: Apron Strings / A Touch Of Paradise / Tower Of Lament / Self-Fulfilling / Tranquil Flight / Intermission Music / Viscous Ocean / Boiling Milk / Two-Faced
(Quelle: Sven-Erik Stephan, Beatsinternational, 2008) FORMAT: CD
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