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CD-DETAILS SHAKA ROCK [JET]


(c) EMI

Jet

Shaka Rock [Rock / Alternative]


RELEASE: 21.08.2009


LABEL: Virgin

VERTRIEB: EMI Music

WEBSITE: www.jettheband.com

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Rock’n’Roll: Man könnte behaupten, dass das alles nur noch Glitzer und Tand, Selbstbeweihräucherung und Effekthascherei ist. Das mag in manchem Fall auch stimmen, aber es trifft keineswegs auf Jet zu.

Im Herzen einer jeden echten Rock’n’Roll-Band finden sich vier wesentliche Elemente: Bass, Schlagzeug, Gitarre und Gesang. Das verkörpern in reiner Essenz auch Jet. Und die australische Band hat diese vier Elemente auch auf ihrem nunmehr dritten Album mit dem schönen Titel „Shaka Rock“ vereint. Mit ihren beiden vorherigen Alben – „Get Born“ (2003) und „Shine On“ (2006) – sind Jet weit über Australien hinaus bekannt geworden und haben eine internationale, multiplatinveredelte Erfolgsgeschichte geschrieben, indem sie das Charisma des klassischen Rock’n’Roll mit der nötigen Prise Punk und dem Fühler am Puls der Zeit zu etwas ganz unverwechselbar Eigenem gedeihen ließen. Eine Rock’n’Roll-Band, auf die das Prädikat cool einfach passt.

Auf dem im Juni erscheinenden Album „Shaka Rock“ eröffnen sich für Jet völlig neue Dimensionen, ohne dass sie die rauen Wurzeln von „Get Born“ und die Würde und melodische Wucht von „Shine On“ vernachlässigt hätten, die die Band zu internationalen Stars mit Stil und Substanz gemacht haben. Bei dem Schreiben und den Aufnahmen, die in Miami, Brooklyn, Austin, Sydney und Melbourne stattfanden, gaben sich Jet die größte Mühe, zwölf handwerklich ausgezeichnete Songs zu kreieren, die sowohl auf das Erreichte verweisen als auch auf die Zukunft. Auch im Studio ging die Band einen Schritt weiter und arbeitete Seite an Seite mit dem Co-Produzenten Chris „Frenchie“ Smith, um auch den eigenen hohen Erwartungen gerecht zu werden. So räumt Bassist Mark Wilson ein: „Diesmal wurde das Album nicht von einem Produzenten oder von der Plattenfirma vorgeschrieben, sondern wir haben es uns selbst diktiert. Wir fühlten uns im Studio gleich wohl und haben das Kommando übernommen.“

Zu den Highlights des Albums gehört der Song „Black Hearts (On Fire)“, zu dem Chris Cester bemerkt: „Habgier und Macht sind in gewisser Weise faszinierend. ‘Black Hearts‘ nimmt diese Phänomene genau unter die Lupe. Macht hat ein aalglattes Gefälle. Der Song handelt davon, wie man die Kontrolle verliert und in etwas hineingerät, ganz gleich, ob das in der Realität ist oder nicht. Wir wissen alle, wie das ist, beängstigend aber eben ungemein belebend.“

Chris fährt fort. „Ich denke, ‘Shaka Rock‘ kann man mit dem Fernsehen vergleichen, als es Farbe bekam. Dies ist unser musikalisches Pendant. Es gibt Momente auf dem Album, die sind einfach nur pur…und Momente, in denen wir härter rocken als jemals zuvor. ‘Start The Show‘ ist wohl das härteste Rockstück, das wir jemals auf Tape gebannt haben. ‘K.I.A.‘ hat die Dramaturgie eines Films, gepackt in einen Dreiminutensong. ‘Beat On Repeat‘ ist wohl so australisch wie wir nur sein können – es ist auf unterhaltsame Art dreist und macht sich darüber lustig, wie lächerlich es ist, dass sich in unserer Gesellschaft alles wiederholt, man immer wieder dieselben Wege einschlägt werden und stets zu demselben Ergebnis kommt. Zu so einem Stück hätten wir vor Jahren noch nicht den Mumm gehabt. Auch das Geschichtenerzählen feiert bei uns ein Comeback, wie etwa in ‘Goodbye Hollywood‘. In meiner Vorstellung gibt das unserer Vergangenheit einen Tritt in den Hintern und bringt unseren Blick in die Zukunft auf den Punkt…diesen Ansatz, den wir bei den Aufnahmen dieses Albums hatten: einfach loszulegen ohne lange zu überlegen.“

Jet machten im Jahr 2002 mit der im Eigenverlag erschienenen EP „Dirty Sweet“ erstmals auf sich aufmerksam. Die australische Erstauflage von 1000 Stück war schnell vergriffen und auf Grund der hohen Nachfrage erschien das nächste Tausenderpack in Großbritannien. Nach einer Veröffentlichung in den USA im Jahr 2003 verpflichteten die Rolling Stones die Band als Support für ihre Australientournee. Ein paar Monate später erschien das von der Kritik hochgelobte Debütalbum „Get Born“. Die furiose Hitsingle „Are You Gonna Be My Girl“, die als zweiter Song überhaupt für eine internationale Werbekampagne von iTunes ausgewählt wurde, trieb die Albumverkäufe auf sagenhafte vier Millionen Exemplare. Der All Music Guide bezeichnete Jet als „eine Mischung aus dem unbekümmerten Blues der White Stripes und der brustgeschwellten Prahlerei von AC/DC“ und Entertainment Weekly bemerkte trocken: „Die alles beherrschende Ästhetik ist schlichtweg laut und jung“. Mit diesem Album stürmten Jet die Australian Record Industry Association Awards: Die siebenmal nominierte Band räumte gleich sechs der begehrten Preise ab, darunter für das beste Album und die beste Single des Jahres.

Gerade als Jet das Nachfolgewerk in Angriff nehmen wollten, starb der Vater von Nic und Chris Cester, dem sie in der Folge „Shine On“, den Titelsong des Albums, widmeten. Die Band trieb zwar die Arbeit an dem neuen Album voran, aber der schmerzliche Verlust, die Trauer waren stets präsent, was dazu führte, dass „Shine On“ in vielen Fällen falsch verstanden wurde. „Für mich war ‘Shine On‘ ein zutiefst persönliches und sehr intensives Album, bei dem das Schreiben und die Aufnahmen zum Ausdruck von Veränderung wurden, um zu begreifen, was um uns herum geschehen war“, erläutert Nic. „In dieser Hinsicht war es ungemein wichtig, geradezu kathartisch, und es ermöglichte uns, dass wir uns als kollektive Songschreiber weiterentwickelten – aber es war nicht unbedingt das, was viele Fans erwartet hatten.“ Das Album „Shine On“, das in den USA auf Platz 16 und in Australien auf Platz drei der Charts einstieg, rief ganz unterschiedliche Reaktionen hervor, wurde aber auch in einigen Zeitschriften über den grünen Klee gelobt. Das Magazin Q sah darin „neue altbewährte Rockmusik vom Feinsten“ und der New Musical Express brachte es ähnlich auf den Punkt: „Wenn man Spaß hat an glorios zackigem Rock’n’Roll mit Tradition, sollte man diesen hier als essentiell betrachten.“

Als sich Jet dann nach endlos scheinenden Tourneen neuen Songs zuwandten und auch in der Stimmung waren, erneut ins Studio zu gehen, waren die Batterien wieder voll und sie hatten das Gefühl, dort einzusteigen, wo sie mit „Get Born“ aufgehört hatten. Von den ersten Demoaufnahmen zu „Shaka Rock“ war klar, dass es für Jet diesmal enorm wichtig war, dass jeder Song, wenn nicht jede Note, die Handschrift der Band tragen sollte. „Wir wollten uns musikalisch so weit wie möglich ausreizen, den Sound möglichst unterschiedlich gestalten, aber trotzdem in jedem Moment wie Jet klingen“, erklärt Cam Muncey.

„Wir sind in einer tollen Lage“, ergänzt Mark Wilson. „Wir haben uns in andere Rollen eingefunden, tragen mehr Verantwortung und sind zuverlässiger geworden. Aber wir sind auch angespannter und versuchen, alles im Blick zu haben. Dieses Album hat aber auch mehr Spaß gemacht – Musik mit so viel Elan zu machen, ist einfach aufregend.“

Angetrieben von ihrer Leidenschaft für ungeschliffenen Hard Rock einerseits und klavierbetonte Melodien andererseits, legte die Band viel Wert auf die simpelsten Details, ohne jemals den wahren Rock’n’Roll-Spirit außer Acht zu lassen. „Wir haben keine Lust, uns nur auf eine Sache zu beschränken“, so Cam. „Die Songs auf diesem Album sind ganz unterschiedlich; das sind die reinsten Streifzüge und Abenteuer. Wir nutzen moderne Technologie ebenso wie altmodisches Equipment. Wir schreiben auch mal Songs am Computer, aber am wohlsten fühlen wir uns, wenn wir vier in einem Raum sind, uns die Instrumente schnappen und einfach spielen. Wir beurteilen Songs nach ihrer Klasse, nicht nach ihrem Stil. Man muss clever genug sein, dass man nicht klingt wie alle anderen um einen herum, aber auch nicht zu altbacken. Alles, was eine Band sich erhofft, ist eine Nische zu finden und darin für sich selbst eine ganz eigene Welt zu entdecken.“

„Eine Sache, die ich an dieser Band über alles schätze, ist ihre Ehrlichkeit“, sagt Nic abschließend. „Jedes unserer Alben ist auf Gedeih und Verderb ein wirklichkeitsgetreues Spiegelbild unseres Lebens zu genau jener Zeit – und darum ist auch jedes Album einzigartig und anders. Aber ‘Shaka Rock‘ ist wohl unser bis dato ehrlichstes Album.“

Tracklist:

  1. K.I.A. (Killed in Action)
  2. Beat On Repeat
  3. She’s A Genius
  4. Black Hearts (On Fire)
  5. Seventeen
  6. La Di Da
  7. Goodbye Hollywood
  8. Walk
  9. Times Like This
  10. Let Me Out
  11. Start The Show
  12. She Holds A Grudge


Jet live - Tourdates 2009

  • 20. Aug. 2009 20:00 Frequency Festival St. Polten
  • 21. Aug. 2009 20:00 Area 4 Festival Oberhausen
  • 19. Sep. 2009 20:00 Muffatthalle Munich
  • 20. Sep. 2009 20:00 Astra Berlin, Berlin
  • 22. Sep. 2009 20:00 Docks Hamburg, Hamburg
  • 23. Sep. 2009 20:00 Live Music Hall Koln
  • 24. Sep. 2009 20:00 Schlachthof Wiesbaden


Nic Cester – Gitarre, Gesang
Chris Cester – Schlagzeug, Gesang
Cam Muncey – Gitarre, Gesang
Mark Wilson – Bass

(Quelle: EMI, 2009)


FORMAT: CD


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