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CD-DETAILS LIFE IN CARTOON MOTION [MIKA]


Foto: Universal Music

Mika

Life In Cartoon Motion [Pop]


RELEASE: 23.03.2007


LABEL: Island

VERTRIEB: Universal

WEBSITE: www.mikasounds.de

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Mika ist erst 23 Jahre alt, aber schon Songwriter, Performer und Produzent in einer Person – und was für einer. Mit seinem Debütalbum „Life in Cartoon Motion” fängt er für uns seine magische Welt mit euphorischer Popmusik ein. Songs über Liebe, Verlust, Herrenlosigkeit, Hoffnung und Glück.

„Man darf keine Angst haben, wenn man mal aus der Reihe tanzt und auffällt“, meint Mika und hat damit Recht. Der Mitte der Achtziger in Beirut geboren Künstler schöpft aus dem Vollem. Absolut originell, unvergesslich und mit seiner vier Oktaven umspannenden Stimme erinnert er mal an die Scissor Sisters, mal an Freddy Mercury.

Seine erste Single „Grace Kelly“ ist eine Parodie auf ein Opernstück und besticht mit einem grandiosen Pop-Gerüst und einem Technicolor-Hintergrund. In England stieg der Song sofort auf # 1 der UK Single Charts ein und hält sich dort seit drei Wochen! Bei uns erscheint der Hit am 16. März.

(Quelle: Universal Music Group, 1.2.2007)




Mika Bio

Im Grunde genommen hat Mika schon seit geraumer Zeit nur einen einzigen Plan: Er will die Latte für seinen fantastischen, dreidimensionalen Pop ganz besonders hoch anlegen. In einer Höhe, die seiner Größe entspricht. Oh, und er ist über 1,80m und zudem wie eine Statue gebaut, um deine Frage schon jetzt zu beantworten.

Willkommen also in der Welt von Mika: Eine Welt, in der irgendein halbseidener Stümper die beste Party des Universums organisiert und sich jeder unter seinem ganz persönlichen Kirschmond räkeln darf... Mika ist Songwriter, Performer und Produzent in Personalunion – und er ist bereit, endlich sein Debütalbum auf die Welt abzufeuern. Wahnsinnig musikalisch-kreativ und tiefgründig-gedankenvoll zugleich, kombiniert er in seinem Sound eine ganze Serie von euphorischen Kicks mit überraschend dunklen Elementen: sich am helllichten Tag ereignende Melodramen und nächtliche Episoden über Liebe, Verlust, Herrenlosigkeit, Hoffnung und Glück. All diese Grundelemente fließen ineinander, ringen um Aufmerksamkeit, wobei jedes einzelne von Mika zu absoluten Pop-Diamanten geschliffen wird.

Mika ist ein leibhaftiger Mann von Welt. Und dazu noch wahnsinnig jung. Mitte der Achtziger in Beirut geboren, sah sich Mikas Familie schon bald, am Höhepunkt des Krieges, dazu gezwungen, nach Paris zu ziehen. Als sein Vater dann Opfer einer Geiselnahme geworden war und in der amerikanischen Botschaft von Kuwait landete, fiel die Standortwahl schließlich auf London. Durch diese offensichtlichen Turbulenzen in jungen Jahren aufgewühlt, stand der junge Protagonist dieser Einführung zunächst sprachlos da und sah sich am Abgrund einer Jugend als Vertriebener: „Es war wohl diese Kombination, die Umzüge, gepaart mit der grausamen Zeit, die ich anfangs in der Schule durchlebte. Daran lag es auch, dass ich schließlich verlernte, wie man liest und schreibt. Ich ließ eine Zeit lang sogar das Sprechen sein. Dann nahmen sie mich für ein halbes Jahr von der Schule, damit ich mich ein wenig sammeln konnte. Außerdem mussten wir natürlich eine neue Schule finden. Es geschah zu dieser Zeit, dass mir die Musik so unglaublich wichtig wurde. Und die Musik war es auch, die mir letztlich wieder auf die Beine geholfen hat.“ Heute berichtet er, dass er schon im zarten Alter von neun Jahren wusste, dass Songwriting sein Schicksal sein würde. Die einzigartigen Performances, die viel später auch die härtesten Kritiker überzeugen sollten, kamen ihm erst Jahre darauf in den Sinn...

„Als ich dann als kleiner Junge mit dem Singen angefangen hatte, bekam ich plötzlich Jobangebote von allen Seiten. Ich wurde damals von diesem unfassbar strengen russischen Gesangslehrer unter die Fittiche genommen, und durch dieses Training konnte ich plötzlich auf Gesangswettbewerben echt gut abschneiden. Ich habe alles ausprobiert, ob es nun Aufnahmen im Royal Opera House waren oder ein Werbe-Jingle für Orbit-Kaugummi – ganz egal. Ich werde wohl nie vergessen, wie es sich angefühlt hat, bei British Airways anzurufen, um ein Ticket zu bestellen, nur um plötzlich auf meine eigene Stimme in der Warteschleife zu stoßen. Das waren wirklich harte acht Minuten. Ein weiterer der Hauptgründe dafür, dass ich so viel zu tun hatte, war wohl, dass ich so verdammt billig war! Meine Mutter und ich hatten ja keine Ahnung, wir wussten einfach nicht, was angemessene Preise waren –, und natürlich war auch niemandem daran gelegen, uns über die Fehler in unserer Preispolitik aufzuklären! Wenn ich also heute zurückdenke, dann kommen mir die 45 Pfund für die Orbit-Werbung schon ein wenig dürftig vor...“

Als autodidaktischer Klavier-Virtuose, Stimmwunderkind und geborener Entertainer, hat Mika die Musik seit jeher in seinem Fleisch und Blut. So verwundert es kaum, dass er schon in so jungen Jahren bereit war, alles für seine Leidenschaft zu geben. Denn Mika fiel keinesfalls in die Kategorie derjenigen, die mit gekrümmten Rücken unter der Bettdecke ihr Radio anhimmeln oder von der flimmernden Glamourwelt von „Top of the Pops“ verzaubert werden. Seine Initiation in die Welt der Performances sah gänzlich anders aus: Mit nur elf Jahren wurde er auf die Bühne einer Richard-Strauss-Oper katapultiert! Und kein Geringerer als David Hockney war während der Proben anwesend, um gemeinsam mit diversen Models das Set in Form zu bringen. (Das Poster zur besagten Oper hat Mika auch heute noch an der Wohnzimmerwand hängen – natürlich signiert von Hockney). Nach seiner fast vollständigen Ausgrenzung während der äußerst kurzen Schullaufbahn – „Ich wünschte, ich könnte behaupten, dass ich mein Eigenbrödler-Dasein bewusst gewählt habe. Aber so war’s nicht, ich wurde ausgegrenzt.“ –, kam ihm eine derartige Alternative natürlich gerade recht: Und so verliebte er sich schon am ersten Tag in die sprichwörtlichen Bretter, die für ihn sogar eine magische Welt bedeuteten:

„Das war eine magische Welt, eine Welt, in der ich leben konnte. Eine Art Paralleluniversum für Menschen, das illusorisch, bezaubernd und verblüffend zugleich ist.“

So kam es also, dass er die vergangenen 12 Jahre nach den Regeln dieses Paralleluniversums gelebt hat und nunmehr den konsequenten nächsten Schritt in Angriff nimmt: Die Veröffentlichung seines dynamischen, absolut originellen und persönlichen Debütalbums. Vor mitreißenden Melodien, einnehmenden Hooks und seinem charakteristischen Gesang regelrecht übersprudelnd, hat er endlich den passenden Kanal gefunden, um seine einzigartige Vision zu präsentieren.

„Ich bin mit ganz unterschiedlichen musikalischen Einflüssen aufgewachsen. Da war wirklich alles dabei, von Joan Baez bis Dylan, von Serge Gainsbourg bis Flamenco. Mit den Jahren ist mein Musikgeschmack schließlich immer eklektischer geworden, und doch finde ich irgendwie immer wieder zu den großen Songwritern zurück. Zu denjenigen Künstlern, auf deren Alben man ihre persönliche Vision ganz deutlich heraushören kann: Prince, Harry Nillson, Elton John, und sogar Michael Jackson zählt dazu. Sie alle haben unglaublich beeindruckende Pop-Alben gemacht. Alben, die nur sie machen konnten. Und genau das ist es auch, was ich mir schon immer zum Ziel gesetzt habe.“

Allerdings hätte alles auch ganz anders kommen können. Um ein Haar wären seine musikalischen Pläne bedroht gewesen: Mit 19 verließ Mika nämlich sein Elternhaus, um an der „London School of Economics“ zu studieren. Glücklicherweise überlegte er es sich jedoch bereits am Tag der Immatrikulation anders – und meldete sich zwei Wochen später kurzerhand beim „Royal College of Music“ an. Schon als (Musik-) Student ein besessener Songschreiber, war er es, der stets ungefragt auf Partys auftauchte, um mal eben fünf Songs aus seinem Repertoire zum Besten zu geben... Und ein derartiger Auftritt war es auch, der ihm seinen ersten „Develpment Deal“ einbrachte –, ein Vertrag, den er rückblickend als entscheidende Stütze (und Lehrstück) auf seinem Werdegang als Künstler betrachtet. Damals jedoch empfand er ihn als absolut zermürbend:

„Die Labelchefs haben kontinuierlich versucht, mich in eine Richtung zu verbiegen, die nichts mit meinem Naturell, nichts mit meiner Musik zu tun hatte! Im Grunde genommen wollten sie wohl, dass ich einfach nur das imitiere, was gerade angesagt war. Und da zu jener Zeit gerade Craig David durch die Decke ging, kann man sich wohl unschwer vorstellen, wie deprimiert ich war.“

Allerdings hatte seine Frustration auch ihr Gutes, denn aus dieser Stimmung heraus komponierte er denjenigen Song, der sich in Kürze zu seinem Markenzeichen entwickeln wird: „Grace Kelly“, eine Parodie auf ein Opernstück, die mit einem Pop-Gerüst und einem Technicolor-Hintergrund besticht. „Mit dem Song wollte ich ursprünglich den Leuten, mit denen ich mich eingelassen hatte, einen dicken klanglichen Mittelfinger zeigen“, erklärt er heute. „Daher kommt auch die Zeile, `shall I bend over, shall I look older, just to be put on your shelf´. Ich war wirklich richtig wütend. Diese Firma hatte alles, alle nur erdenklichen Mittel – nur eine Seele, die hatten sie nicht.“ Und doch entwickelte sich der sofort ansteckende Prunk, gepaart mit dem unfassbar „catchy“ Refrain von „Grace Kelly“ im Handumdrehen zu einem Fixpunkt, der klarstellte, was Mika noch alles geplant hatte...
„Man darf keine Angst haben, wenn man mal aus der Reihe tanzt und auffällt. Wenn keiner drauf anspringt, na gut, dann eben nicht. Dann hätte ich eben alles im Alleingang gemacht!“

Problematisch an einem Text wie diesem ist vor allem eines: Man muss Mikas Stimme einfach gehört haben. Ohne Weiteres imstande, überdimensionale Hooks mit seiner vier Oktaven umspannenden Vokal-Reichweite auszuloten, befand er sich eines Tages in Miami, wo er Demo-Sessions mit jedem und in jedem nur erdenklichen Studio absolvierte, das ihm kostenlos Eintritt gewährte. Schließlich war es der Toningenieur der Bee Gees, mit dem er sich anfreundete. Der war auch sofort dabei, als es darum ging, ein paar nächtliche Überstunden (auf Kosten seiner Firma) im Studio zu machen...

Und genau das macht auch die Magie von Mika aus: Furchtlos, obwohl gänzlich auf sich allein gestellt – denn daran ist er gezwungenermaßen gewöhnt –, vollbringt er es mit seinen Geschichten in der ersten und dritten Person, Außenstehende auf seine Wellenlänge zu ziehen und zugleich den Mainstream aus dem Innersten heraus auf den Kopf zu stellen. Ob es sich nun um eine Art Lobgesang auf eine „kräftigere“ Frau handelt (wie im Fall der Funk/Rock-Nummer „Big Girl (You Are Beautiful)“), um heutige Sex-Sünden (das burleske „Billy Brown“) oder aber um die pure Freude am Leben („Love Today“) – mit jedem einzelnen Song stellt Mika klar, dass er Popmusik auf ein Terrain befördert, in dem man sie niemals erwartet hätte. „Den Song `Love Today´ habe ich geschrieben, als ich so richtig glücklich war. Und ich meine richtig glücklich! Dieses Gefühl, das man hat, wenn’s einem rundum gut geht, wenn alles wie am Schnürchen läuft, und man sich einbildet, dass alle Menschen um einen herum auch dieses Gefühl haben. Eigentlich habe ich dieses Gefühl ziemlich oft. Und darum habe ich auch einen Song darüber gemacht.“

Die Liebe fürs Detail. Persönliche Sorgfalt und Hingabe. Sicherstellen, dass auch alles am rechten Ort ist. Das sind die Losungen, die Mika und seinen Sound ausmachen. Sein Album-Artwork, das er gemeinsam mit seiner älteren Schwester Yasmine entwickelt hat, ist der erste Schlüssel zu seinem Werk. Danach übernimmt die Musik das Wort. Sie erledigt alles Weitere: „Ich kann es kaum abwarten, diese Songs endlich live zu präsentieren. Live, auf der Bühne, das ist für mich derjenige Ort, an dem alles zusammenkommt. Man verändert Dinge – und oft ist man sogar dazu gezwungen. Es ist einfach eine ganz andere Dynamik. Darauf freue ich mich wahnsinnig. Während der Aufnahmen bin ich tendenziell eher gestresst, weil so viele Entscheidungen getroffen werden müssen. Die ganze Zeit ist man damit beschäftigt, das Material zu editieren, zu entscheiden, wie dieser oder jener Song werden soll – und zwar für immer. Ich freue mich jetzt schon darauf, diese Strukturen auf der Bühne wieder aufzubrechen, und mich dabei auf Neuland zu begeben, das ich mit dem Album noch nicht betreten habe.“

(Quelle: Universal Music Group)


FORMAT: CD Extra / Enhanced CD


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