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WEBSITE: www.weezer.com
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âIâm âa do the things that I want to do/I ainât got a thing to prove to youâ â aus dem Song âPork and Beansâ
Das neue Album von Weezer, das am 06.06. auf DGC/Interscope erscheint, ist die sechste Studioveröffentlichung seit 1994; zugleich ist es bereits die dritte LP, die unter dem Namen der Band veröffentlicht wird. Somit der indirekte Nachfolger vom âBlue Albumâ, ihrer DebĂŒt-LP, und dem âGreen Albumâ aus dem Jahr 2001, soll dieses dritte gleichnamige (bzw. namenlose) Album der Band um Rivers Cuomo zukĂŒnftig als ihr âRed Albumâ bezeichnet werden.
Drei Jahre sind seit der Veröffentlichung von âMake Believeâ, ihrer letzten LP, vergangen, und schon ein erstes Anhören der neuen Platte genĂŒgt, um zu erkennen, dass Weezer dieses Mal mit deutlich mehr Experimentierfreude bei der Sache sind. Und doch prĂ€sentieren sie sich mit einem (mehr oder weniger) autobiografischen Song wie âPork and Beansâ gewohnt ironisch: Das StĂŒck ist eine Hit-Single ĂŒber das Komponieren einer Hit-Single, in der selbst Timbaland erwĂ€hnt wird: âTimbaland knows the way to reach the top of the chart/Maybe if I work with him I can perfect the artâ. Nur brauchen Weezer selbstverstĂ€ndlich keinen Timbaland, um ihre Songs zu schreiben. Dann schon lieber die rebellische Seite nach auĂen kehren und im nĂ€chsten Song zum âTroublemakerâ werden: âIâm a troublemaker, Never been a faker/Doinâ things my own way and never giving upâ.
Ohne Frage haben Weezer ihre klangliche Palette mit dem âRed Albumâ um ein Vielfaches vergröĂert. Dass sie inzwischen auch vor epischen GroĂformat-Songs keinesfalls zurĂŒckschrecken, belegen sie mit âThe Greatest Man That Ever Lived (Variations on a Shaker Hymn)â (was fĂŒr ein Titel!), in dem nicht nur Falsett-GesĂ€nge auf gregorianische Chor-Einlagen und ineinander verschachtelte Melodien treffen, sondern Weezer auch ganz beilĂ€ufig einen Crashkurs durch die gesamte Geschichte der abendlĂ€ndischen Musik abhalten. âThe Angel and the Oneâ, der letzte Song der neuen LP, entpuppt sich schlieĂlich als spiritueller Tagtraum und klangliche Himmelfahrt zugleich, wenn Songschreiber Rivers Cuomo das StĂŒck, das laut eigener Aussage âals Standard-Pop/Rock-Songâ beginnt, nach und nach mit seiner Gitarre in eine andere Dimension peitscht und jegliche Pop-Standards hinter sich lĂ€sst.
âEine der gröĂten Herausforderungen, denen ich mich dieses Mal stellen musste, war, die klassischen Strukturen â Ă la Strophe, Refrain, Ăberleitung â aufzubrechen und völlig neue Wege zu gehenâ, berichtet Cuomo.
âWir wollten keine Kompromisse eingehen, weder was das Songwriting betrifft, noch bei der Instrumentierung oder der Auswahl der Songs. Darum sind auch nur Songs, die uns so richtig umgehauen haben, auf der LP gelandetâ, berichtet Gitarrist Brian Bell, der sich mit âThought I Knewâ einen lang gehegten Wunsch erfĂŒllt hat: Er hat das StĂŒck geschrieben und ist erstmalig als LeadsĂ€nger zu hören.
Zugleich zĂ€hlen die Songs, die Rivers Cuomo fĂŒr das âRed Albumâ komponiert hat, zu seinen bis dato persönlichsten: Mit âHeart Songsâ kehrt er beispielsweise in seine Jugend zurĂŒck und berichtet davon, wie er frĂŒher vor dem Radio gehangen hat, um die Musik seiner Idole â alles von Gordon Lightfoot und Eddie Rabbit bis hin zu ABBA, Devo, Pat Benatar und Quiet Riot â zu studieren und in sich aufzusaugen. Mit dem verspielten âEverybody Get Dangerousâ beleuchtet er ebenfalls seine Jugend, wenn er ĂŒber die TierquĂ€lereien seiner Freunde berichtet: âIch selbst hab zwar noch nie eine Kuh umgekippt, aber meine Freunde waren ganz groĂ darin.â
âWir sind als Team sehr viel besser gewordenâ, sagt Rivers ĂŒber die Aufnahmen zum neuen Album. Nach mehreren Sessions mit Rick Rubin in Malibu nahmen Weezer zwischenzeitlich ein paar Songs im Alleingang auf, um die erste Singleauskopplung âPork and Beansâ und das bereits erwĂ€hnte âTroublemakerâ mit Garret âJacknifeâ Lee (R.E.M., Bloc Party, Snow Patrol, U2) zu produzieren.
âGerade was die Instrumentierung und die Arrangements betrifft, haben wir versucht, mit jedem StĂŒck Neuland zu betretenâ, erklĂ€rt Schlagzeuger Pat, der den Song âAutomaticâ nicht nur geschrieben und eingesungen hat, sondern ausnahmsweise auch fĂŒr Gitarren- und Synthesizer-Parts verantwortlich war. âDer Umgang mit unterschiedlichen Sounds sollte dieses Mal sehr viel offener sein, nicht so einförmig und hermetisch wie frĂŒher.â
WĂ€hrend der Arbeit am âRed Albumâ haben Weezer die verschiedensten EinflĂŒsse in sich aufgesogen: âAls ich z.B. den Song `Cold Dark WorldÂŽ geschrieben habe, hörte ich gerade hauptsĂ€chlich Hair-Metal aus den Neunzigernâ, sagt Bassist Scott Shriner, der sich in diesem Fall das Mikrofon mit Rivers teilt.
Auf âDreaminââ, einem zwischen Beatles- und Beach Boys-Referenzen angesiedelten StĂŒck, singt Rivers schlieĂlich die Zeile âI am running/Through the meadow/And the sun is shining on meâ und unterstreicht damit noch einmal, dass es ihm und seiner Band keinesfalls an Selbstvertrauen gemangelt hat. âAnd when Iâm dreaminâ/I know that itâs all right.â
Mit dem âRed Albumâ geht dieser Traum in ErfĂŒllung â nicht nur fĂŒr Rivers, sondern fĂŒr die gesamte Band.
âI ainât gonna wear the clothes that you like/Iâm fine and dandy with the me inside/One look in the mirror and Iâm tickled pink/I donât give a hoot about what you thinkâ â aus dem Song âPork and Beansâ
Wie man sieht: Weezer gehen nach wie vor ihren eigenen Weg.
(Quelle: Universal Music Group) FORMAT: CD
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