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CD-DETAILS LIE LOVER LIE [BLOOD ARM, THE]

Blood Arm, The

Lie Lover Lie [Rock / Alternative]


RELEASE: 02.02.2007


LABEL: Because Music

VERTRIEB: Warner Music Group

WEBSITE: www.thebloodarm.com/

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Bescheidenheit ist seine Sache nicht: Lange bevor THE BLOOD ARM auch nur einen Ton von sich hatten hören lassen, rannte Sänger und Gründer Nathaniel Fregoso in Los Angeles herum und erzählte jedem, der es hören wollte (oder auch nicht), dass THE BLOOD ARM das nächste, große, dicke Ding seien. Bis dato war der Filmstudent der UCLA vor allem durch seine selbst geschriebenen Soundtracks zu seinen selbst gedrehten Filmen aufgefallen, und es sollte noch dauern, bis aus der Idee eine Band wurde. Die allerdings wusste dann auch wirklich zu beeindrucken: Nachdem Franz Ferdinand THE BLOOD ARM auf ihrer US-Tour live gesehen hatten, wurden sie sofort große Fans und featureten das Quartett Anfang 2005 in ihrer selbst gestalteten Ausgabe des NME. Seither ist eine Menge geschehen: Das erste Demo Bomb Romantics erschien, England hieß THE BLOOD ARM auf dem renommierten Reading/Leeds-Festival Willkommen, das erste „amtliche“ Album Lie Lover Lie wurde fertig gestellt, und für den kommenden November wurde eine Europa-Tour angekündigt.

Das stärkste Argument für die Band heißt Suspicious Character, ein Song, der mit der sich im Ohr festhakenden Piano-Hook und der wunderbar einleuchtenden Kernzeile I like all the girls and all the girls like me aus dem Stand alle Sympathiepunkte verdient - und so großmäulig daherkommt, wie man es von Sänger Fregoso eben kennt. Der Song ist ein Hit, das begreift selbst ein Taubstummer auf Anhieb.
Die spröden Gitarren, die holzigen Beats und die zickigen Vocals, da sind die üblichen Vergleiche schnell zur Hand, aber man sollte THE BLOOD ARM eine Chance geben. Ihre krude Mischung aus Franz Ferdinand, New York Dolls, Buzzcocks-Melodiösität, Gospel und Saloonmusik verdient ein Ohr und überzeugt mit dem Charme der Ungeschliffenheit, der sie schon im Mai 2005 mit den Singles Do I Have Your Attention und Say Yes zum Tipp der britischen Indie-Szene werden ließ.

Im Frühjahr 2006 nahmen THE BLOOD ARM mit Ariel Rechtshaid und David Kleiler in North Hollywood ihr Debüt Lie Lover Lie auf, das die hektische Energie von THE BLOOD ARM in 11 tight strukturierten Songs einfängt. Neben Suspicious Charakter gibt es jede Menge weiterer Highlights, etwa den Opener Stay Put!, der mit polternden Drums, schrammelfunkigen Gitarren und dem großen Groove der Keyboarderin Dyan vom ersten Ton an mitreißt. Angela beginnt mit lockerem Reggaebeat und einer klassisch zu nennenden Vocal-Hook und bricht im Refrain dann in eine typische Fregoso-Abstrusität: I miss you like an nuclear bomb. Vom rock’n’rolligen Indie-Hit und Live-Schlachtruf Do I Have Your Attention? bis zur akustischen Ballade Going To Arizona, die untrüglich nach Wild-West-Saloon klingt ergibt sich ein buntes Bild einer Band, die einer eigenen inneren Logik folgt, denn jeder Song auf dem Album ist irgendwie anders als alle anderen.

Aber zurück an den Anfang. Filmstudent Nathaniel rennt also durch die Gegend und erzählt jedem von THE BLOOD ARM. Aber erst, als er sich in Los Angeles’ Korea-Town in eine Karaoke-Bar verirrt, trifft er auf Gitarrist Zebastian Carlisle. Erste Sessions zeigen Fregoso singend am Keyboard und Carlisle beim Ausfeilen seines crispen Gitarrensounds, aber noch viel zu oft endet ein solche Abend in whiskyseligen Jams. Neujahr 2003 laden sie Keyboarderin Dyan Valdés ein, die sich schon seit zwei Jahren Fregosos Phantastereien von THE BLOOD ARM anhört und nur zu gern einsteigt. Ihre erste Show leisten sie dann auf einer Party zu dritt ab. Irgendwann hatte sich Ben Lee Handler, ein britischer Exzentriker wie aus dem Bilderbuch, angewöhnt, THE BLOOD ARM regelmäßig mit eigenartigen Geschichten darüber, wie sie seine verstorbene Mutter wieder zu Leben erweckten, beim Publikum einzuführen, und - einen Schlagzeuger besorgt. Mir Zachary Amos an den Drums waren THE BLOOD ARM im Oktober 2003 dann endlich komplett.

Die nächsten Monate verbrachten THE BLOOD ARM dann auf Tourneen durch Südkalifornien, während derer sie sich zum mitreißenden Live-Act entwickelten, was zu einer sprunghaft wachsenden Fangemeinde und einer Residency in LAs angesagtem Trendsetter-Club Spaceland führte. Ein Demo mit 13 rough aufgenommenen Songs nannte sich Bomb Romantics und sorgte für Aufregung und Zuspruch: Von Franz Ferdinand, The Killers, Maximo Park, Hot Hot Heat, We Are Scientists und Spoon gingen Angebote für Support-Slots ein, und 2005 erreichte die Kunde des blutigen Arms schließlich auch Europa.

Mit dem ersten „amtlich“ aufgenommenen Album Lie Lover Lie im Gepäck kommen THE BLOOD ARM nun zum zweiten Mal nach Europa und werden dabei auch nach Deutschland kommen. Der Besuch eines Blood Arm-Gigs ist absolut zu empfehlen, denn die ungestüme Power auf dem Album setzt sich live ungebremst fort.

(Quelle: Warner Music)


FORMAT: CD


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