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CD-DETAILS GET USED TO IT [BRAND NEW HEAVIES, THE]


Foto: edel records

Brand New Heavies, The

Get Used To It [Soul, Funk, R'n'B]


RELEASE: 16.02.2007


LABEL: edel records

VERTRIEB: edel distribution GmbH

WEBSITE: www.thebrandnewheavies.net

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„Sie ist das siebte Weltwunder – die mit einer wunderbaren Stimme gesegnete N’Dea Davenport singt ihre Texte nicht nur, sie lebt in ihnen... Das ist der real deal, Kids!“ (Billboard, Juli 2006)

Mit „allaboutthefunk“ meldeten sich die Brand New Heavies Anfang 2005 nach acht Jahren Pause auf der Bühne des Funk zurück. Jetzt haben sie sich definitiv zu neuer Größe gespielt, mit einem Album, das ausgewogener wirkt als alle vorherigen, das in Stil und Vibe über sich selbst hinauswächst, und das mit einer entwaffnenden Lässigkeit die klassische Brand New Heavies-Mischung aus Soul, Funk und Disco vorbringt. Und in noch einer Hinsicht hat die Band aus London zu ihrer besten Form zurückgefunden. Nach mehr als zehn Jahren ist sie wieder dabei - die Stimme der Heavies: N’Dea Davenport.

Schon ein kurzer Eindruck überzeugt. Der Sound, die Vocals, die Komposition - das alles wirkt so vertraut wie frisch, glänzt mit eingängigen, fast physisch mitreißenden Hooks, gekonnt ausgearbeiteten Melodien, die sich bis in den R’n’B hineintasten, und einer positiven Energie, als würde alles gerade erst beginnen. Schon der Opener We’ve Got stellt vom ersten Takt an klar, dass wir es bei Get Used To It mit einem Album zu tun haben, das sich in Sachen musikalischer Reife nichts erzählen lassen muss, und dessen Ziel nichts weniger ist, als den Menschen den Groove zurück zu geben. „Bring back the funk in music / Put back the funk in music“ singt Davenport in Right On, einem Track, der die Luft eines James Brown atmet und mit seinem manisch treibenden Bass-Groove und den akzentuierten Bläsern zu Mantra und Deklaration zugleich wird.

Die erste Single ist Don’t Know Why (I Love You), ein Song, der N’Dea Davenports starke Soulstimme hervorragend zur Geltung kommen lässt. Das sensibel strukturierte Arrangement mit gleitenden Percussions und einer weichen Bläsersektion gibt der ausdrucksstarken Sängerin allen Raum, ihre fantastische Stimme in voller Bandbreite auszuspielen. So viel Gänsehaut kann der Schmerz einer betrogenen Frau verursachen...

Ob N’Dea Davenport den Funk in die Musik zurückfordert, ob sie wie in Don’t Know Why (I Love You) den Wert einer Beziehung hinterfragt, oder ob sie sich im verträumten Love Is der stillen Reflektion hingibt, auf dem gesamten Album glänzt sie mit kraftvoller und selbstbewusster Stimme. Die knapp kalkulierten Arrangements der Songs verzichten zumeist auf jeden überflüssigen Ballast und sind von unangestrengten Drumgrooves und hypnotischen Basslines geprägt. Pointierte Bläser und Streicher reichern die Songs gezielt an, die Heimat für das Ohr aber ist und bleibt die Stimme Davenports.

N’Dea Davenport gehörte bereits von 1990-1994 zu den Brand New Heavies und steht so für die goldenen Jahre der Band, in denen die Erfolgssingles „Never Stop“, „Stay This Way“, „Dream On Dreamer“, „Close To You“ und „Midnight At The Oasis“ - letztere drei auch in den deutschen Charts vertreten - erschienen. Nach „Brother Sister“ (1994), das es auch in Deutschland zu Chart-Ehren brachte, ging sie eigene Wege und startete 1998 mit dem nach ihr selbst betitelten Album eine Solokarriere. Erst im Jahre 2000 sang sie für ein US-Best Of-Album mit dem Titel „Trunk Funk Classics: 1991-2000“ einen brandneuen Track für die Brand New Heavies ein. Klar, dass N’Dea Davenport ihren so erarbeiteten Erfahrungsschatz auf Get Used To It einbringt: Einen Großteil der Songs auf dem Album hat sie mitgeschrieben.

„Unsere Musik hat heute viel mehr Tiefe und Perspektive,“ erklärte sie im Juli in einem Interview. „Als wir zusammen kamen, waren wir sehr jung und noch nicht durch diesen Wirbelwind gegangen, mit dauerndem Touren und anderem. Als Solokünstlerin konnte ich dann sehr frei arbeiten. Und jetzt kann ich mehr in die Band einbringen, beim Produzieren, bei den Gesangsarrangements und in technischer Hinsicht.“

The Brand New Heavies fanden sich bereits 1985 in London zusammen und bestanden aus Drummer Jan Kincaid, Gitarrist Simon Bartholomew und Bassmann Andrew Levy. Schon Ende der Achtziger schafften sie es, mit ihrer innovativen Funk-Soul-Mischung in London und Umgebung zum heißen Tipp der gerade entstehenden illegalen Warehouse Party-Szene zu werden. Ein erstes Low-Budget-Album auf dem legendären Label Acid Jazz führte zu internationaler Anerkennung und einem Deal mit dem US-Label Delicious Vinyl. 1991 erschien das Album „The Brand New Heavies“ und enthielt „Never Stop“, das zu einem No.3-Hit in UK wurde. Auf dem 1992er Heavy Rhyme Experience: Vol.1 hörte man die Brand New Heavies dann zusammen mit Grand Puba, Kool G. Rap, Guru von Gang Starr und anderen. Das Album manifestierte die gelungene Mitte zwischen Rap und R&B. „Das alles ergab einen Sinn,“ so Kincaid in einem Interview im April 2006. „Die HipHop-Kids standen auf die alten Samples und live konnten sie eine Band sehen, die den Funk so spielte, wie sie ihn von ihren alten Alben kannten“.

Das dritte Album „Brother Sister“ wurde mit der Platinauszeichnung in England zum Brand New Heavies-Klassiker und sorgte dafür, dass die Zahl der Brand New Heavies-UK Top-20-Hits sich auf vier erhöhte: „Never Stop“ und „Stay This Way“ im Jahre 1991, „Dream On Dreamer“ 1994 und „Sometimes“ (1997). Zudem tat das Album seinen Teil dazu bei, die mittneunziger Neo-Soul-Welle mit D’Angelo, Erykah Badu, Jill Scott und anderen loszutreten.

In Deutschland spielten sich zudem „Spend Some Time“ (1995) und das Album Shelter (1997) in die Charts, das zwei weitere Hit-Singles, „You Are The Universe“ und „You’ve Got A Friend“ enthielt.

Mit Get Used To It sind The Heavies zurück: grooviger und souveräner als je zuvor. Und auf einigen Konzerttrips im laufenden Jahr haben sie bereits bewiesen, dass sie auch live zu den besten gehören.

Get ready for it - Get Used To It

(Quelle: edel records)


FORMAT: CD


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